Ausstellung

Garten

Ein Raum, viele Nutzungen: Die Naxoshalle als Heterotopie
Judith Schaefer und Ramón Jeronimo Wirtz

Termine

Samstag
21. November 26, 17:30 Uhr
Sonntag
22. November 26
Samstag
28. November 26, 17:00 Uhr
Sonntag
29. November 26, 17:00 Uhr
Freitag
04. Dezember 26, 19:00 Uhr
Samstag
05. Dezember 26, 19:00 Uhr
Sonntag
06. Dezember 26, 18:00 Uhr
Freitag
11. Dezember 26, 19:00 Uhr
Anfahrt
Produktionshaus NAXOS
Waldschmidtstraße 19
60316 Frankfurt am Main
In Karten öffnen

Was passiert, wenn ein Ort nicht nur eine Funktion hat, sondern immer wieder neu angeeignet, umgenutzt und weitergedacht wird? Die Ausstellung „Garten“ von Ramón Jeronimo Wirtz und Judith Schaefer widmet sich der Naxoshalle als einem solchen Zwischenraum: einem Ort, an dem unterschiedliche künstlerische, soziale und alltägliche Nutzungen gleichzeitig stattfinden und sich überlagern.

Ausgehend von Michel Foucaults Begriff der Heterotopie, als „wirkliche Orte“, die bestehenden gesellschaftlichen Ordnungen spiegeln, verschieben und infrage stellen, untersucht die Ausstellung die Naxoshalle als einen Ort zwischen Geschichte, Gegenwart und möglicher Zukunft. Dabei steht insbesondere die Idee des „Gartens“ im Mittelpunkt: ein Raum, in dem unterschiedliche Zeiten, Tätigkeiten und Perspektiven nebeneinander existieren und in Beziehung treten.

Für die Ausstellung wurde Videomaterial aus und über die verschiedenen Arbeitsbereiche der Naxoshalle gesammelt. Künstlerische Produktionen, soziale Projekte, Arbeitsabläufe und alltägliche Situationen werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als miteinander verbundene Nutzungen eines gemeinsamen Raumes. Die Ausstellung macht sichtbar, wie sich die Halle durch diese vielfältigen Aktivitäten fortlaufend verändert und wie ihre Geschichte in der gegenwärtigen Nutzung weitergeschrieben wird.

Gleichzeitig stellt „Garten“ die Frage nach Zugänglichkeit und Teilhabe: Wer kann diesen Raum nutzen? Für wen ist er offen? Welche Formen von Arbeit und Gemeinschaft werden sichtbar und welche bleiben unsichtbar?

Die Ausstellung sieht sich neben der Präsentation des Videomaterials auch als räumliche Recherche. Der Ausstellungsraum selbst wird zum „Garten“, in dem die gesammelten Beobachtungen, Stimmen und Bilder zusammenkommen. Dafür arbeiten Schaefer und Wirtz eng mit den Mitarbeitenden des Produktionshauses NAXOS zusammen, begleiten deren Arbeitsalltag und richten den Blick auf die unterschiedlichen Weisen, in denen die Naxoshalle genutzt und angeeignet wird.

Am 21. November eröffnen wir die Ausstellung um 16.00 Uhr mit einer Lesung.

Die Ausstellung ist Teil einer umfassenderen Recherche von Judith Schaefer und Ramón Jeronimo Wirtz, die im April 2027 in eine Performance mündet.

Produktion, Dramaturgie
Judith Schaefer, Ramón Jeronimo Wirtz
Kamera
Amanda Schulenburg, Sophia Wimmer
Editorial Videomaterial
Malou Bauschke, Mattheo Lang, Louis Steuernagel
Gefördert von
Hessische Theaterakademie, Hochschule für Musik und Darstellende Künste
Öffnungszeiten
jeweils eine Stunde vor dem Beginn von Veranstaltungen
Eintritt
Frei