Theater

SELBSTBEZICHTIGUNG. Handke

Theater Willy Praml

Termine

Freitag
28. August 26, 20:00 Uhr
Tickets
Samstag
29. August 26, 20:00 Uhr
Tickets
Freitag
04. September 26, 20:00 Uhr
Tickets
Samstag
05. September 26, 20:00 Uhr
Tickets
Sonntag
06. September 26, 18:00 Uhr
Tickets
Samstag
12. September 26, 20:00 Uhr
Tickets
Sonntag
13. September 26, 18:00 Uhr
Tickets
Mittwoch
16. September 26, 20:00 Uhr
Tickets
Donnerstag
24. September 26, 20:00 Uhr
Tickets
Freitag
25. September 26, 20:00 Uhr
Tickets
Samstag
26. September 26, 20:00 Uhr
Tickets
Samstag
03. Oktober 26, 18:00 Uhr
Tickets
Freitag
09. Oktober 26, 20:00 Uhr
Tickets
Sonntag
11. Oktober 26, 18:00 Uhr
Tickets
Anfahrt
Theater Willy Praml
in der Naxoshalle:
Waldschmidtstraße 19
60316 Frankfurt
In Karten öffnen

„Ich bin auf die Welt gekommen.

Ich bin geworden. Ich bin gezeugt worden. Ich bin entstanden. Ich bin gewachsen. Ich bin geboren worden. Ich bin in das Geburtsregister eingetragen worden.“

Handkes Text SELBSTBEZICHTIGUNG beginnt mit dem Selbst-Verständlichsten. Es ist aber auch das Sensationellste, dass der Mensch von sich als Selbst sprechen kann. Das kann eine KI nicht. Nichts ist Selbst, außer der Mensch.

„Gegen welche Lebensregeln habe ich mich vergangen? Gegen welche Bauernregeln habe ich mich vergangen? Gegen welche Liebesregeln habe ich mich vergangen? Gegen welche Regeln der Kunst habe ich mich vergangen?“

Der Text ist auch eine Feier des menschlichen Makels, der Eingeständnisse, der widerständigen Vergehen gegen gelernte Regelwerke. Ein Kontrapunkt zu Selbstoptimierung und dem Glanzbild von sich, um das sich heute so bemüht wird.

„Ich bin nicht, was ich gewesen bin. Ich bin nicht gewesen, wie ich hätte sein sollen. Ich bin nicht geworden, was ich hätte werden sollen. Ich habe nicht gehalten, was ich hätte halten sollen.“

Das Menschliche am Menschen, die Unzulänglichkeit und die täglichen Regelverstöße wie „Ich habe Gegenstände abgestellt an Orten, an denen das Abstellen von Gegenständen strafbar war“, sind die kreative Lust, der Sand im Getriebe zu sein und nicht nur das Zahnrad des geschmiert laufenden Motors eines Kollektivapparats.

Handke hat einen Text verfasst, der heute, 60 Jahre nach seiner Entstehung, wie eine Anrufung wirkt: SOS. SAVE OUR SOULS!

Als stünden wir alle dem Jüngsten Gericht ganz nahe oder bereiteten uns dafür vor.

Regie, Bühne, Textfassung
Michael Weber
Kostüm
Paula Kern
Lichtdesign
Simon Möllendorf
Regieassistenz
Eleonora Gobena Wolf
Mit
Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Anna Staab, Elin Staab, Eleonora Gobena Wolf
Aufführungsrechte
Suhrkamp Verlag GmbH, Berlin
Gefördert von
Kulturamt Frankfurt am Main, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Stiftung Kulturelle Erneuerung, FAZIT-Stiftung
Dauer
1,5h ohne Pause
Eintritt
20,-€ normal, 14,-€ ermäßigt, 9,-€ Schüler*innen und Studierende, 7,-€ Frankfurt-Pass
Wir verzichten auf Nachweise von Ermäßigungsberechtigungen. Bitte wählen Sie für sich persönlich die Preiskategorie aus, die zu Ihnen passt.
Eine Produktion von
Theater Willy Praml

THEATERNACHLESE
Mo, 12.10.2026 19:30 Uhr

im Haus am Dom

Eintritt frei