Kino

War and Justice

naxos.Kino

Termine

Dienstag
11. August 26, 19:00 Uhr

Der Film ist Ben Ferencz gewidmet. Er war der jüngste Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein ganzes Leben kämpfte er dafür, dass Gerechtigkeit an die Stelle von Krieg tritt.

Am 24. Februar 2022 beginnt Russland den Krieg gegen die Ukraine. Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) erlässt später einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ihm wird vorgeworfen, ukrainische Kinder verschleppt zu haben.

Am 7. Oktober 2023 greift die Hamas Israel an. Viele israelische Zivilistinnen und Zivilisten werden getötet. Israel beginnt danach eine große militärische Offensive im Gazastreifen. Der Krieg im Nahen Osten droht sich weiter auszubreiten.

Der Chefankläger des ICC, Karim Khan, reist in die Region. Er erklärt, dass der ICC mögliche Kriegsverbrechen auf allen Seiten untersuchen will.

Der Dokumentarfilm „War and Justice“ erzählt die Geschichte des Internationalen Strafgerichtshofs. Der Gerichtshof arbeitet seit 25 Jahren daran, schwere Verbrechen gegen Menschen zu verfolgen und zu verhindern.

Der Film stellt wichtige Personen vor: Ben Ferencz, den ersten Chefankläger des ICC, Luis Moreno-Ocampo, und den heutigen Chefankläger Karim Khan. Die Regisseure Marcus Vetter und Michele Gentile begleiten Moreno-Ocampo auf seinen Reisen. Sie zeigen seine Arbeit gegen Kriegsverbrechen in verschiedenen Ländern, unter anderem im Kongo, in Libyen, Palästina und der Ukraine.

Der Film erklärt, wie schwierig es ist, Kriegsverbrechen vor Gericht zu bringen. Besonders schwierig ist es bei Angriffskriegen, wenn mächtige Staaten den Internationalen Strafgerichtshof nicht anerkennen.

Ben Ferencz starb im April 2023 im Alter von 103 Jahren. Doch Luis Moreno-Ocampo und Karim Khan setzen seine Arbeit fort. Sie kämpfen weiter für eine Welt, in der Gerechtigkeit wichtiger ist als Vergeltung.

Denn Kriege bringen neue Rache. Gerechtigkeit kann Frieden schaffen.


Filmgespräch mit

Imad Mustafa, Referent für Menschenrechte, medico international
Svenja Raube, Juniorprofessorin für internationales Strafrecht an der Universität Göttingen
Cornelia Spohn, naxos.Kino
Regie
Marcus Vetter, Michele Gentile
Land, Jahr
D 2023
Sprache
Deutsch
Dauer
96 Min